// D.D. Trans Portrait

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In negligent moments we are often the boldest artists. Everybody knows them; drawings that arise mindlessly during a telephone conversation, sculptures like the chewed head of a pen, or the to a ball kneaded wrap of a biscuit at a boring table. It is during those rare leftover times that, often out of boredom, we softly fall out of our cultivated heads and simply do. Tout court.

This reminds of an uninhibited, tactile encounter with things. The apparent worthless workaday stuff that surround us en masse, are those that D.D. Trans embraces. A simple scourer is so replaceable that we even forgot to invent a colour for it. Exactly because of this, such daily treasures form the most random, honest and frenzied palette. That also counts for the balloon, which in all its futility only serves for game. It can hardly and merely temporarily become a thing, if we offer it some air and tie it. D.D. Trans savours and transforms this innocence. He ties it together with the unbearable lightness of a kitsch painting. He cherishes the sneaky game of a boy with father’s lighter. The greatest melancholy shelters in that permissive experiential game. He heats a straw to the two dangling halves of a tear. A collector declared that work ‘more exciting than Jaws’. Two fused pushpins are baptised ‘b fifty 2’. It is a title with the charge of a bomber, for things two a penny; atomic art, tensions contained in the very smallest, tragedy by stealth.

Do I perceive a kind of nostalgia for that unprejudiced glance at a child’s bike, so desperately outgrown? Life, like the alphabet on our dark keyboard, is limited. You won’t get away from that. With age the glass will get fogged up and a needless amount of values and seriousness sneak in between us and the world. The work of D.D. Trans appears unsightly light, but it is a sustained effort to maintain the interaction with things lucid and without pretentions. And just in this small margin, in that short chain between seeing and making, lies the greatest space for poetry and magic.

Frederik Van Laere

In nachlässigen Momenten sind wir oft die kühnsten Künstler. Jeder kennt sie; Zeichnungen, die während eines Telefongesprächs gedankenlos entstehen, Skulpturen wie der zerkaute Kopf eines Kugelschreibers oder die zu einer Kugel geknetete Biskuitverpackung an einem langweiligen Tisch. In diesen seltenen gewordenen Momenten, in denen wir, häufig aus Langeweile, aus unseren kultivierten Köpfen zu fallen scheinen und einfach etwas tun. Tout court – ganz einfach.

Dies erinnert an eine hemmungslose, taktile Begegnung mit Dingen. Das scheinbar wertlose Arbeitsmaterial, das uns massenhaft umgibt, sind die Materialien, die D.D. Trans für seine Kunst zu nutzen weiß. Ein einfacher Topfreiniger ist so austauschbar, dass wir sogar vergessen haben, eine Farbe dafür zu erfinden. Genau deshalb bilden solche täglichen Schätze die willkürlichste, ehrlichste und wahnsinnigste Palette. Das gilt auch für den Ballon, der in seiner ganzen Zwecklosigkeit nur für das Spiel dient. Er kann kaum und dann auch nur zeitweise zum Gegenstand werden nämlich dann, wenn wir ihm etwas Luft anbieten und ihn zubinden. D.D. Trans schmeckt und transformiert diese Unschuld. Er verbindet sie mit der unerträglichen Leichtigkeit der Kitschmalerei. Er hegt das raffinierte Spiel eines Jungen mit dem Feuerzeug des Vaters. Der größte Schutz vor Melancholie in diesem permissiven Erlebnisspiel. Er erhitzt einen Strohhalm der zu zwei baumelnden Hälften einer Träne wird. Ein Sammler erklärte, dass die Arbeit “spannender als der Film ‚Der weiße Hai’“ sei. Zwei verschmolzene Pins sind auf den Namen “b fifty 2” getauft. Der Titel spielt auf die Ladung eines Bombers an, auf ein Sonderangebot wie „zwei für eins“, atomare Kunst, Spannungen im Allerkleinsten, die vom Tarnkappenbomber verursachte Tragödie.

Nehme ich eine Art Nostalgie für diesen vorurteilslosen Blick auf ein Kinderrad wahr, das so verzweifelt entwachsen ist? Das Leben, wie das Alphabet auf unserer dunklen Tastatur, ist begrenzt. Du wirst damit nicht wegkommen. Mit dem Alter wird das Glas beschlagen und eine unnötige Menge an Werten und Ernsthaftigkeit schleicht sich zwischen uns und die Welt. Die Arbeit von D.D. Trans erscheint als unschönes Licht, aber es ist ein nachhaltiges Bemühen, die Interaktion mit den Dingen klar und ohne Vorbehalte zu halten. Und gerade in diesem kleinen Rand, in dieser kurzen Kette zwischen Sehen und Machen, liegt der größte Raum für Poesie und Magie.

englischer Originaltext von Frederik Van Laere

// D.D. Trans / vita

1963 born in Tielt/ B
Currently lives and works in Antwerp, Belgium.


SOLO & GROUP EXHIBITION (SELECTION)

2018 tout court, Galerie Martin Kudlek, Cologne/ D
Sur Place, LOOM GALLERY, Milano/ IT
2017 SOLO Summer Residence, Machelen-aan-de-leie/ B
Infidels, Valerie_Traan Gallery, Antwerp/ B
Zwarte Pens, Artists Club Coffre-Fort, Bruxelles/ B
The Inner Circle (w/Gert Scheerlinck), Site 25, Ruiselede/ B
Kunstenfestival Watou, Watou/ B
Black (Black to the Future), C-Mine, Genk/ B
2016 Residentie Heyvaert, Destelbergen/ B
Residentie Woning Van Wassenhove (w/Sam Steverlynck), Sint-Martens-Latem/ B
Art at Stationsstraat 182, Stationsstraat 182, Aalter/ B
Ubi Sunt, Stedelijke begraafplaats en afscheidsruimte, Tielt/ B
Kunstenfestival Watou, Watou/ B
The Cutlery Show, Valerie_Traan Gallery, Antwerp/ B
2015 Z.t., Valerie_Traan Gallery, Antwerp/ B
Z.t. (Couleurs), White-Out-Studio, Knokke-Heist/ B
I wanna be your dog, Window Gallery, Antwerp/ B
(le) SILENCE, Valerie_Traan Gallery, Antwerp/ B
2014 A Simple Plan, Villa T.D., Kruiskerke-Ruiselede/ B
2005 Luke Berge, Bart Vandevijvere, D.D. Trans, Salle de Documentation de L’ecole d’art, Calais/ F
2002 D.D. Trans, Geo Gyselinck Galerie, Kortrijk/ B
9 Points of View, Abeelstraat, Ronse/ B
1999 Jan Fabre, Peter Buggenhout, D.D. Trans, Galerie CD, Tielt/ B
1998 Group Show, Galery Clo Bostoen, Kortrijk-Marke/ B
1992 No Mans Land, Richard Fence Gallery, Ghent/ B
1991 D.D. Trans, Richard Foncke Gallery, Ghent/ B